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Corona-Support: Q&A Session Onlinemarketing mit Online Birds

Wir werden einen langen Atem brauchen. Die wirtschaftlichen und persönlichen Folgen von Corona sind schon jetzt dramatisch, teilweise sogar existenzbedrohend. Das steht außer Frage. Dennoch bietet die Krise für die Zukunft der Hotellerie in Deutschland auch Chancen – da ist sich Marketing-Spezialist Philipp Ingenillem von Online Birds aus München sicher. Zusammen mit Head of Marketing Carolin Schuhmann leitete er durch die spannende Q&A Session rund ums Onlinemarketing während und vor allem nach der Coronakrise und bildete damit den Auftakt unserer Webinar-Reihe „Corona-Support“. Dank jahrelanger Erfahrung und umfassender Expertise im Bereich Onlinemarketing für die Hotellerie führten Philipp und Carolin alle Teilnehmer fachkundig durch das Webinar, teilten Meinungen und beantworteten alle aufkommenden Fragen. Welche Punkte dabei besonders wichtig waren und welche Maßnahmen nach der Meinung von Philipp jetzt und nach der Krise im Fokus stehen werden, erfahren Sie in diesem Beitrag.


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Die gesamte Kundenstruktur der Online Birds GmbH wurde von der Krise hart getroffen. Aktuell haben 50-60% der Hotels sogar komplett geschlossen. Dennoch: Die Leidenschaft für die Hotellerie lassen sich viele Hotelbesitzer auch jetzt nicht nehmen und zeigen neben großer Liebe zum Produkt und ihrer Dienstleistung, auch extremen Kampfgeist. „Klar ist“, so Philipp, „dass kurzfristig nur der Staat helfen kann. Besonders die neuen Regelungen für den Mittelstand sind genau das, was jetzt gebraucht wird. Mittel- und langfristig betrachtet sollten Hoteliers aber keinesfalls den Kopf in den Sand stecken, sondern die Zeit jetzt nutzen, um Ihr Konzept, Ihre Positionierung, Ihr Marketing und die Zielgruppenausrichtung Ihres Betriebes neu zu überdenken. Diese Krise gibt Ihnen Zeit, die sonst nie zur Verfügung steht. Nutzen Sie das und entwickeln neue Ideen!“

 

1 – Konzentration auf den Naherholungsmarkt

Sicher können aktuell nur Prognosen gestellt werden, wie es nach Corona weitergehen wird. Auch Online Birds kann nur mutmaßen, wann Beschränkungen gelockert werden und sich die Wirtschaft inklusive der Tourismusbranche erholen kann. Relativ wahrscheinlich scheint jedoch, dass stufenweise Lockerungen der gesetzlichen Bestimmungen ab Mitte Mai zu erwarten sind. Doch auch wenn sich die deutsche Wirtschaft dann allmählich erholen wird, werden Grenzen wohl vorerst geschlossen bleiben. Konzentrieren Sie sich und Ihr Marketing also jetzt auf den Naherholungsmarkt.

2 – Kommunikation auf allen Kanälen

Reden wir mal über das Thema „Content-Marketing“ mit dem Grundsatz des Marketing: „Tue Gutes und rede darüber“. Werden die Restriktionen gelockert und Menschen reisen wieder, bleibt doch zu erwarten, dass Übernachtungsgäste vermutlich noch für lange Zeit eine hohe Sensibilität in Bezug auf die Hygienemaßnahmen gegen eine Ansteckungsgefahr im Urlaub haben werden. Geben Sie Ihren Gästen die Sicherheit, nach der Sie sich wahrscheinlich umsehen werden. Beschließen Sie also beispielsweise als Hygienemaßnahme Ihr Frühstücksbuffet vorübergehend abzuschaffen und stattdessen auf á la carte zu wechseln, dann kommunizieren Sie das auch so. Sie haben sich Gedanken um die Sicherheit Ihrer Gäste gemacht – das sollten diese auch erfahren, um es würdigen zu können. Nutzen Sie dafür neben dem klassischen E-Mail-Marketing (Newsletter) und der Positionierung auf Ihrer Hotelwebseite, gerade jetzt auch Social Media. Werbung in den sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook zu schalten, ist aufgrund fallender Klickkosten aktuell so günstig wie noch nie. Sie haben noch keine Accounts und Profile? Jetzt haben Sie die Zeit, diese anzulegen und zu pflegen! Gerade Instagram eignet sich ideal, um das gesamte Team, die ganze Belegschaft einzubinden und sich und Ihr Haus potentiellen Gästen zu präsentieren.

3 – SEO – Ihre Auffindbarkeit im Netz verbessern

Eines dürfte Sie nicht überraschen: Die Menschen sind jetzt online. Und das in der Krise mehr als je zuvor. Wir alle suchen nach Tipps für unseren Alltag in der Krise, aber sehen uns auch nach Möglichkeiten und Optionen für die Zeit danach um – seien es neue Jobaussichten oder der sicher lang ersehnte Urlaub. Und es wäre doch schade, wenn genau SIE dann nicht gefunden werden. Um die Auffindbarkeit im Netz zu verbessern, kann man sicher viele Tools nutzen. Eines davon ist Google Trends. Google Trends ist ein kostenloses und frei zugängliches Tool, das Ihnen Informationen darüber bereitstellt, welche Suchbegriffe von Nutzern der Suchmaschine Google oft eingegeben wurden. Es zeigt in der Auswertung u.a. das Interesse für bestimmte Keywords, wie beispielsweise „Urlaub Deutschland“ im zeitlichen Verlauf , verwandte Suchanfragen und ähnliche Themen an. „Urlaub Deutschland“ und ähnliche Anragen werde aktuell teilweise doppelt so oft gesucht, wie in den Monaten vor Corona. Ausgehend davon lassen sich viele interessante Strategien und Ideen für Ihre Suchmaschinenoptimierung ableiten. Probieren Sie es einfach mit verschiedenen Keywords einmal aus!

Screenshot von trends.google.de

 

4 – Anpassen der Angebote und Arrangements für die Zielgruppen

Der Reisemarkt wird sich nach der Coronakrise stark verändern. Gruppenreisen und Veranstaltungen werden wohl bis auf weiteres, oder zumindest bis zur sogenannten „Durchseuchung“ kaum oder nur eingeschränkt möglich sein. Im Geschäftsreisesegement besteht beispielsweise die realistische Gefahr, dass viele Unternehmer merken, dass sie nicht immer und überall persönlich vor Ort sein müssen. Digitale Tools für Meetings rücken aufgrund der aktuellen Situation mehr in den Fokus und werden auch hinterher nicht einfach wieder verschwinden. Denn Sie sind bequem und oft günstiger als eine Dienstreise. Das Naherholungssegement der deutschen Hotellerie wird dagegen mit großer Wahrscheinlichkeit einen Boom erleben. Überlegen Sie sich also am besten schon jetzt, inwiefern Sie diesen Trends folgen können und wollen und richten Ihr Zielgruppenmarketing eventuell neu aus. Überdenken Sie aber auch Ihre Angebotsstruktur: Kurzurlaube in der Region, außergewöhnliche Städtetrips oder das Wochenende auf dem Land werden vor allem 2020 stark in den Fokus der Reisenden rücken. Auch Hochzeiten mit einer Vorausplanungszeit von mindestens einem Jahr können Sie schon jetzt für 2021 bewerben. Fahren Sie Ihr Marketing also aktuell auf keinen Fall herunter, sondern richten Sie es für die kommenden Monate und Jahre neu aus. Dies ist Ihre Chance, neue Gäste zu gewinnen und langfristig an sich zu binden!

5 – Fokussierung auf Direktbuchungen

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen OTAs, allen voran Booking.com, und den Hotels scheint besonders aktuell stark getrübt. Durch fehlende oder schlechte Kommunikation haben die Buchungsportale häufig den Unmut der Hoteliers auf sich gezogen. Dies ist natürlich verständlich. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass die OTAs vor allem Partner und nicht Feind sein wollen. Die erste Buchung eines Gastes über ein OTA zu bekommen, ist toll. Denn dann haben Sie Ihr Geld an der richtigen Stelle ausgegeben, das OTA als 1. Touchpoint genutzt und den „Kampf“ um den Gast gewonnen. Bucht dieser Gast allerdings erneut über ein OTA, machen Sie Fehler im Direktvertrieb und verpassen Chancen. Jetzt gilt also: Investieren Sie Zeit und Geld in Ihre Webseite – denn diese ist Ihr wichtiges Verkaufstool. Besonders wichtig ist dabei natürlich auch eine perfekt konvertierende Direktbuchungsstrecke wie die DIRS21 IBE V4. Holen Sie sich die Buchungen zurück, positionieren sich als Marke und binden Ihre Gäste dauerhaft an sich.

6 – Preise jetzt senken?

Eine oft gestellte Frage ist, ob man aktuell die Zimmerpreise senken sollte, um mehr Gäste zu buchen zu bewegen. Die generelle Antwort darauf lautet „nein“. Halten Sie Ihre Preise weitestgehend stabil, überzeugen Sie aber durch Flexibilität Ihrer Stornobedingungen oder bieten Discounts an – beispielsweise Gutscheine für 100€ kaufen, 110€ erhalten“. Möchte ein Gast seinen Aufenthalt stornieren, bieten Sie beispielsweise zuerst eine Verschiebung der Reise an, eventuell auch mit einem Upgrade der Zimmerkategorie (nach Verfügbarkeit). Sollte der Gast dies ausschlagen, können Sie immer noch zeitlich unbegrenzte Gutscheine für den Aufenthalt anbieten. Die reine Stornierung sollte wirklich der letzte Schritt sein. Mehr Informationen zur aktuellen Preisstrategie bekommen Sie im 2. Teil unserer Webinarserie: Covid-19 in der Hotellerie: Preisstrategie in der Krise. 

 

Vielen Dank an Online Birds für das informative Webinar zum Onlinemarketing in der Coronakrise!


 

Was Haben Sie bis jetzt unternommen, um Ihr Onlinemarketing fit für die Zeit nach der Krise zu bekommen?



Über die Autorin

Denise Krug DIRS21

Presse + Marketing

Denise Krug

eMail: presse@dirs21.de

Telefon: +49 7153 9250 0

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